Kuli - Geschichten


„Warum zeichne ich mit Kugelschreiber?“

Der Reiz am Zeichnen mit Kuli ist, dass es kein Radieren gibt, die gezeichnete Linie ist endgültig. Man muss schon im Vorhinein wissen, wie man eine Fläche zeichnet, wie stellt man Tiefe dar. Mit einem Kuli kann man ganz feine Linien, aber auch kräftige Linien zeichnen.

Meine Anfänge waren, in mein Skizzenbuch Details von Landschaften zu zeichnen, zum Beispiel verschiedene Baumformen, Blätter, Pflanzen, Mauern, alte Häuser, Türen u.a. Ich nenne diese kleinen Kuli-Zeichnungen „Fingerübungen“.
Später kam das Zeichnen von Autos dazu, für die ich ein ganz besonderes Faible habe.

“Warum zeichne ich alte, rostige Autos?” Für mich - und für viele Liebhaber der Klassik - sind die weggeworfenen, vergessenen Autos in ihrer Würde noch immer Kunstwerke, die die Ingenieure seinerzeit mit viel Liebe und viel Aufwand gebaut haben.
Autos - ich sehe die Automobile als Begleiter unseres Lebens - die irgendwann mal im Schauraum gestanden haben - neu - glänzend - makellos. Danach gebraucht, verbraucht, weggestellt, weggeworfen, verrostet, vergessen. Die Leistungen der Autobauer, Ingenieure, Künstler und Designer sind längst Vergangenheit. Die Oldtimer sind Rosthaufen geworden. Aber wenn man diese länger betrachtet, spürt man, dass die Formen bis heute wirken, eine unglaubliche Ästhetik ausstrahlen, noch immer Kunstwerke sind. Die sogenannten „Scheunenfunde“ führen sehr oft zu überraschenden „Neu“-Entdeckungen der unvergesslichen Formen, die noch immer begeistern.
Jedes dieser alten Autos ist einzigartig. Meine Zeichnungen, welche ich mit Kugelschreiber ausführe, sind meine Art, diese Kunstwerke zu würdigen.

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